Category Archives: Das Versprechen

The day started out so well

Today I went to Paris to have lunch with my son. It was a gorgeous day. We met at a pizzaria & the food was delicious. After we drove through Paris, past the Notre Dame Cathedral, though the Latin Quarter – it was just lovely. Then we got to a red light, and I looked over, and this girl was making rude gestures at us.

Today a crazy lady stormed out of her car and hit me (I wasn’t even driving – just sitting in the passanger seat watching the light) so I have to get a medical certificate and go to the police station tomorrow and report it. I think she must have been on drugs. There are nutters everywhere. This one thought my husband cut her off and had a fit at the red light – he said she didn’t know how to drive & she went balistic. She came over and spit on me (why me? I wasn’t even driving) I pushed her away and she slugged me. I got out of the car and took pictures of her plates while my husband dragged her away from me.The only thing I said was ‘get back into your car’, and ‘I’m sorry, but I have to report this’. I was quite proud of myself for staying so calm while my husband started yelling. I do want to take self defense lessons though. I felt like such a wimp that she had time to hit me, and I just sat there – the least I could do is learn to duck! On the other hand, luckily it happend in France – in the US she probably would have had a gun and shot us! Result – fearsome headache and bruised cheekbone. And no chocolate in the house! (this is when you need lots of chocolate).

Then I got home and started listening to Brett Kavanaugh defending himself. He is a petulant spoiled brat, full of himself, sure of himself – a horrible, evil human being. His accuser, Dr Ford, told a horrific story about Kavanaugh and his friend Judge as they cornered her in a room and jumped on her. He pretends he doesn’t believe her – but he does. He lies. He is lying. The slap on my face by the crazy lady hurts less than Kavanaugh’s hurtful words. He is disgusting. If he is sworn in as judge, this day will be pretty much completely ruined. And it had started out so well.

 

 

Das Versprechen (German Edition of The Promise)

Das_Versprechen_Cover_medDas Versprechen

Mein Name ist Ryan, und ich habe letzten Monat angefangen, über das Virus zu schreiben. Ich habe für diese wenigen Seiten so lange gebraucht, weil ich nicht viel Zeit zum Schreiben habe, und oft schlafe ich ein, bevor ich einen Satz beenden kann. Ich habe zuerst in der „dritten Person“, wie meine Lehrer immer sagten, geschrieben. Aber dann hat mein Bruder Alan, der mir manchmal über die Schulter schaut und mich auf meine Rechtschreibfehler hinweist, gesagt, ich solle damit aufhören und wie eine normale Person schreiben. Er sagt, es ist zu unheimlich, wenn ich mich wie eine Art Gespenst anhöre, das uns alle beobachtet und seine Kommentare macht, und ausnahmsweise gebe ich ihm Recht. Ich bin jetzt vierzehn. Als man zum ersten Mal von dem Virus hörte, war ich elf, und ich war zwölf, als meine Eltern starben. Es kostet mich noch immer Mühe, über das alles zu reden. Ich bin nicht der Einzige. Manche Kinder sprechen jetzt überhaupt nicht mehr. Sie wachen nachts oft schreiend auf. Alan und ich haben zwei kleine Kinder, Julia und Thomas-Wassermann, in unserer Obhut. In unserer Gemeinschaft auf dem Bauernhof gibt es zwei Fünfzehnjährige. Dann sind da noch sechs Zwölfjährige, drei Dreizehnjährige und vier Zehnjährige. Die älteren Kinder kümmern sich um die jüngeren. Wir haben sie aufgeteilt, so gut wir können. Die meisten von uns haben mindestens zwei „Kinder“. Es ist nicht leicht, aber wir haben ein Versprechen gegeben, und wir wollen es nicht brechen. Es ist leichter für mich, über unser Leben zu sprechen, wie es jetzt ist. Wir leben auf einem großen Hof. Das gehörte zum Plan meiner Eltern. Als offensichtlich wurde, dass das Virus alles töten würde, machten unsere Eltern Pläne für meinen Bruder, meine kleine Schwester und mich. Sie waren vorausschauend. Das war nicht bei allen Eltern so. Ich denke, wir hatten Glück. Sie bestanden darauf, wir sollten nach Süden gehen, wo wir im Winter nicht unter der Kälte leiden würden. Sie sagten uns, welche Bücher wir lesen sollten, um überleben zu können. Sie gaben uns Landkarten und brachten uns bei, wie man Feuer macht und Essen zubereitet, und dann starben sie.